Reich, doch mit De

Menschen aus alter Zeit sagen:
Geld, Ding im Äußeren.
Jeder weiß, jeder danach trachtet.
Der Starke seine Begierden zu stillen,
die Schöne für Glanz und Glamour,
der Alte seiner Vorsorge wegen,
der Wissende für Ruhm und Glitter,
der Beamte seiner Pflicht wegen,
und und und.
Daher das Trachten.

Für dieses streiten die Schlimmeren,
der Stärkere Gefahren wagt;
dafür der hoch Erregte Gewalttaten begeht;
Eifersüchtige platzen vor Zorn.
Das Volk zu bereichern,
das Dao des Herrschers.
Geld anbeten,
unedles Tun.
Reich, doch ohne De,
schadet allen Wesen,
reich, doch mit De,
alle erhoffen.
Daher der Reiche keinesfalls De nicht fördern.

De, gesammelt in Vorleben.
Herrscher, hohe Beamte, Reiche, Würdenträger,
alle entstanden aus De.
Kein De, kein Gewinn,
De verloren, alles zerfließt und schwindet.
Daher Macht und Reichtum Trachtende
De sammeln zuvor.
Leid ertragen, Wohltat üben,
viel De gesammelt.
Es müssen erkannt sein
die schicksalhaften Wirkungen.
Das erkannt, das Herz der Regenten und des Volkes
von selbst beherrscht.
Reich unter dem Himmel, friedvoll.

Li Hongzhi
27.01.1995